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Lehren und Lernen

Lehren und Lernen

Die Projekte dieses Schwerpunkts sind darauf ausgerichtet, Spielräume für die Optimierung von formalen Lehr-und Lernprozessen an Schulen und Hochschulen auszuloten. Dazu nehmen wir professionelle Kompetenzen von Lehrenden und Personenmerkmale von Lernenden ebenso in den Blick wie Qualitätsmerkmale von Lehre und Unterricht an Schulen und Hochschulen einschließlich der dort gegebenen institutionellen Rahmenbedingungen.

Forschungsprojekte zum Thema Lehren und Lernen

 

Religiöse und berufsbezogene Überzeugungen von Lehrkräften

Projektleitung: Manfred Pirner, Stephan Kröner, Annette Scheunpflug (Universität Bamberg)
Mitarbeiter: Nastja Häusler
Zeitraum: 2018-2020
Finanzierung: DFG

 

 

 

Zusammenfassung

Wie wirken sich die religiösen oder weltanschaulichen Orientierungen von Lehrkräften auf deren berufliches Denken und Handeln aus? Dazu besteht in Europa und Deutschland ein eklatantes Forschungsdefizit. Wir gehen daher der Frage nach, wie die Religiosität von Lehrpersonen deren berufliche Aufgaben tangiert – ob als unterstützende Ressource oder als problematischer Störfaktor. Dazu nehmen wir – aufbauend auf Pilotierungsstudien zur Entwicklung geeigneter Skalen – in einer größer angelegten Studie mit Lehrkräften exemplarisch den Kernbereich von Religiosität, die religiösen Überzeugungen in den Blick und untersuchen deren Zusammenhänge mit berufsbezogenen Überzeugungen.

Veröffentlichungen:

Häusler, N., Pirner, L. M., Scheunpflug, A., Kröner, S. (2019). Religious and Professional Beliefs of Schoolteachers – A Literature review of Empirical Research. International Journal of Learning, Teaching and Educational Research Vol. 18, No. 5, pp. 24-41, May 2019. https://doi.org/10.26803/ijlter.18.5.3

Unterrichtsqualität an der Hochschule – Was zeichnet gute Lehre aus?

Projektleitung: Stephan Kröner
Mitarbeitende:
Eva Fritzsche, Marcus Penthin, Antje Reichert
Zeitraum:
2013-2014
Finanzierung: Eigenmittel (Begleitforschung zu Maßnahmen im Rahmen des BMBF-Programms „Qualitätspakt Lehre“)

Zusammenfassung:

Die Lehre an Hochschulen steht immer wieder im Fokus öffentlicher Kritik. Es werden daher zunehmend Maßnahmen des Qualitätsmanagements ergriffen, um die Qualität der Lehre zu verbessern. Hierzu ist es jedoch notwendig, Kriterien für gute Hochschullehre zu kennen. Ziel des Projektes ist es deshalb, zunächst den Stand der hochschuldidaktischen Forschung zu ermitteln, um Schwerpunkte bisheriger Forschung ebenso wie relevante Forschungslücken herauszuarbeiten. Ausgehend von diesen Ergebnissen sowie anhand von nationalen und internationalen Best-Practice Beispielen sollen Handlungsempfehlungen abgeleitet werden, die zur Erhöhung der Qualität der Hochschullehre beitragen können. In diesem Zusammenhang sollen auch Ergebnisse aus der Unterrichtsforschung an Schulen auf ihre Übertragbarkeit auf die Hochschullehre hin überprüft werden. Dies ist Gegenstand eines weiteren, derzeit in Antrag befindlichen Projekts.

 

Warum überschreiten Studierende die Regelstudienzeit? Systematisierung der Ursachen und Entwicklung eines Fragebogen

Projektleitung: Stephan Kröner
Zeitraum:
20122015
Projektmitarbeitende:
Eva S. Fritzsche, Marcus Penthin
Finanzierung: Eigenmittel

Zusammenfassung:

Zwar haben sich seit der Einführung der gestuften Studiengänge die Studienzeiten bis zu einem ersten Abschluss in Deutschland verkürzt, allerdings trifft dies nicht auf alle Fachrichtungen und Hochschulen gleichermaßen zu. Für Hochschulleitungen ist es daher von großem Interesse zu wissen, auf welcher Ebene die Ursachen einer Regelstudienzeitüberschreitung an deren Hochschule liegen, um entsprechende Maßnahmen ergreifen zu können, da nicht zuletzt die Einhaltung der Regelstudienzeiten einen Indikator für die Studierbarkeit darstellt. Um Fragebögen zur Erhebung entsprechender Informationen zu entwickeln wurden daher in einem ersten Teilprojekt Gründe für eine Überschreitung der Regelstudienzeit ermittelt und systematisiert. Dazu wurden zunächst vorliegende Studierendenbefragungen, Absolventenbefragungen und Studien zu hochschulstatistischen Daten daraufhin ausgewertet, welche Informationen zu möglichen Ursachen einer verlängerten Studiendauer bzw. einer Überschreitung der Regelstudienzeit sie beinhalten. Diese Ursachen wurden für das Projekt systematisiert und kategorisiert. Als weitere Quelle für die Kategorisierung wurden qualitative Daten (N = 565) aus einer Studierendenbefragung an der FAU herangezogen und inhaltsanalytisch ausgewertet. Ausgehend vom so entstandenen differenzierten Kategoriensystem soll in einem zweiten Teilprojekt ein Instrument entwickelt werden, das es ermöglicht, die Relevanz der auf verschiedenen Ebenen (Studienbedingungen an der Hochschule, individuelle Eingangsvoraussetzungen und persönliche Lebensbedingungen) liegenden Ursachen von Regelstudienzeitüberschreitungen ökonomisch und valide zu identifizieren.

Veröffentlichungen:

Penthin, M., Fritzsche, E. S., & Kröner, S. (2017). Gründe für die Überschreitung der Regelstudienzeit aus Studierendensicht. Beiträge zur Hochschulforschun, 39, 8-31. http://www.bzh.bayern.de/uploads/media/2-2017-gesamt.pdf